Spannende Gefahrgutübung in Neuenhaßlau mit negativem Beigeschmack

Spannende Gefahrgutübung in Neuenhaßlau mit negativem Beigeschmack

Am Mittwoch Abend wurde, wie bereits berichtet, am Neuenhaßlauer Busbahnhof eine Gefahrgutübung der Ortsteilwehr Neuenhaßlau durchgeführt.

Die gemeldete Einsatzlage war ein unbekannter Gefahrenstoffaustritt aus einem Behälter, verbunden mit einer verletzten Person. Der Fahrer war mit seinem PKW mit Anhänger, auf diesem sich die Behältnisse befanden, gegen eine Mauer gefahren. Er verletzte sich dabei und konnte nicht mehr laufen, war aber ansprechbar, so die angenomme Übungssituation.

Gegen kurz nach 20 Uhr rückte die Einsatzabteilung Neuenhaßlau mit 20 Einsatzkräften bestehend aus einem Löschfahrzeug (LF 10), einem Gerätewagen (GW) sowie mit zwei Manschaftstransportfahrzeugen (MTF) Richtung Barbarossastraße aus.

Eine Staffel widmete sich zu allererst der Personenrettung unter Atemschutz. Während eine Einsatzgruppe, die mit 2 Chemikalienschutzanzügen ausgersütet war, den Gefahrenaustritt stoppte und den Gefahrstoff aufnahm.

Der Gefahrenbereich von 50m bzw. der Absperrbereich von 100m wurde abgeriegelt, um den Einsatzkräften ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen sowie Passanten vor Gefahren zu schützen. Im Ernstfall hätte bei einer solch gemeldeten Lage auch der örtliche Kindergarten geräumt werden müssen.

Während der Übung gab es einige Zuschauer. Diese haben sich zum Großteil alle sehr vorbildlich verhalten. Negativ ist allerdings ein Fahrzeugführer aufgefallen, der sich nicht von einer Feuerwehrabsperrung aufhalten lies, die Absperrung eigenhändig wegräumte und in die Übungsstelle fuhr. Anschließend fuhr er hupend und mit quietschenden Reifen davon. "Irgendwann hat das Verhalten von manchen Mitmenschen eine Qualität erreicht, die schwer nachvollziehbar ist. Mit solchen Aktionen gefährdet man neben den Einsatzkräften auch andere Beteiligte", ist ein Sprecher der Feuerwehr sichtlich verärgert.

Aus dieser Übung kann die Feuerwehr dennoch ein positives Resümee ziehen, da die Übungsziele, u.a. den Ablauf im Gefahrguteinsatz und der Einsatz mit Schutzanzügen (CSA), erfolgreich gestaltet wurde. Entgegen der Übung würde die Freiwillige Feuerwehr Hasselroth bei ähnlich einkategorisierten Einsätzen durch weitere Spezialkräfte unterstützt werden.

Die gestrige Übung hat als Standortausbildung in Neuenhaßlau stattgefunden und wird in wenigen Wochen auf Gemeindeebene für alle drei Ortsteilwehren in Hasselroth durchgeführt, damit alle Einsatzkräfte im Bereich "G-ABC" für den Ernstfall gut gerüstet sind.

 

 

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